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In welchen Fällen kann das Schiedsamt helfen?
Haben Sie Streit mit Ihrem Nachbarn? Hat man Sie beleidigt oder tätlich angegriffen? Hat man Ihr Eigentum beschädigt? Fühlen Sie sich im Zivilrechtsverkehr diskriminiert? In all diesen Fällen können Sie sich an das Schiedsamt wenden.Die Zuständigkeit ist im Zuge der Verwaltungsstrukturreform neu geregelt worden. Im Amtsgebiet Mitteldithmarschen gibt es jetzt zwei Schiedsamtsbezirke:

Wenn Ihr "Gegner" im Schiedsamtbezirk Meldorf wohnt (dazu gehören die Stadt Meldorf sowie die Gemeinden Bargenstedt, Barlt, Busenwurth, Elpersbüttel, Epenwöhrden, Gudendorf, Krumstedt, Nindorf, Nordermeldorf, Odderade, Sarzbüttel, Windbergen und Wolmersdorf) wenden Sie sich bitte an den Schiedsmann Jürgen Winter, Kirchenkoppel 9 in 25704 Nindorf, Tel. 04832-1754. Seine Stellvertreterin ist Frau Dr. Judith Arlt, Schleswiger Str. 7 in 25704 Meldorf, Tel. 04832-55066.

Wenn Ihr "Gegner" jedoch im Schiedsamtbezirk Albersdorf wohnt (dazu gehören die Gemeinden Albersdorf, Arkebek, Bunsoh, Immenstedt, Offenbüttel, Osterade, Schafstedt, Schrum, Tennsbüttel-Röst und Wennbüttel), wenden Sie Sie sich bitte an den Schiedsmann Norbert Güldenberg, Mühlenstr. 26 in 25767 Albersdorf. Seine Stellvertreterin ist Frau Iris Peters, Waldstr. 5 in 25767 Albersdorf.

Das Schiedsverfahren ist eine preisgünstige, nervenschonende und vor allem risikolose Alternative zum Prozess vor dem Amtsgericht. Viele Streitfälle werden vom Gericht nur dann zur Bearbeitung angenommen, wenn ein Einigungsversuch im Schiedsverfahren zuvor gescheitert ist (sog. obligatorische Streitschlichtung).

Wenn die Schlichtung gelingt, wird ein Vergleich geschlossen, der als Rechtstitel dieselbe Wirkung hat, wie ein gerichtlicher Vergleich oder ein Urteil, er kann also z.B. per Gerichtsvollzieher zwangsweise durchgesetzt werden.

Wie läuft das Schiedsverfahren?
Wenn Sie die Hilfe des Schiedsamts in Anspruch nehmen wollen, vereinbaren Sie einen Termin für ein unverbindliches Vorgespräch. Im Gespräch wird geklärt, ob in Ihrem Streitfall ein förmliches Schlichtungsverfahren sinnvoll ist. Wenn Sie sich dafür entscheiden, formulieren Sie gemeinsam mit dem Schiedsmann/der Schiedsfrau einen schriftlichen Antrag, aus dem Ihre Forderung möglichst konkret hervorgeht. Damit sind Sie zum "Antragssteller" (bei Gericht heisst es "Kläger") geworden.

Den Antrag wird dann dem "Antragsgegner" zugestellt und nach Rücksprache mit beiden Parteien wird kurzfristig ein Termin zur Schlichtungsverhandlung angesetzt. Beide Parteien sind zur Teilnahme an diesem Termin verpflichtet, genau wie bei einem Gerichtstermin. Beide dürfen eine Person ihres Vertrauens zur Beratung mitbringen. Im Übrigen ist die Schlichtungsverhandlung jedoch nicht öffentlich. Eventuell, z.B. bei einem Nachbarschaftsstreit, kann auch ein Ortstermin sinnvoll sein.

Wenn eine gütliche Einigung erreicht wird, wird diese als schriftlicher Vergleich formuliert und von beiden Parteien unterschrieben. Dieser ist dann ein rechtgültiger Titel, an den beide Parteien gebunden sind und der notfalls vom Gericht zwangsweise vollstreckt wird. Wenn keine Einigung zustande kommt, erhalten die Parteien darüber eine Bescheinigung, die sie berechtigt, Klage bei Gericht zu erheben.

Was kostet mich das?
Zur Erläuterung der entstehenden Kosten hier ein typisches Beispiel:

Das erste informelle Gespräch ist immer kostenlos. In unserem Beispiel entschließt sich der Antragsteller nach dem Gespräch, einen formellen Antrag für ein Schlichtungsverfahren zu stellen. Jetzt muss er einen Kostenvorschuss von 75 Euro zahlen, damit das Verfahren beginnen kann.

Die Gebühr für das Schiedsverfahren beträgt 40 Euro. An Barauslagen (Porto etc.) seien 6 Euro entstanden. Da eine gütliche Einigung erzielt wurde, wird zusätzlich eine Vergleichsgebühr von 20 Euro fällig. Die Gesamtkosten betragen demnach 66 Euro.

Im Vergleich haben sich die Parteien darauf geeinigt, die Kosten jeweils zur Hälfte zu tragen. Demnach zahlt der Antragsgegner an den Antragssteller 33 Euro. Den nicht verbrauchten Teil des Kostenvorschusses (75 Euro - 66 Euro = 9 Euro) zahlt das Schiedsamt an den Antragssteller zurück.

Der Aufwand beträgt also in diesem Beispiel für beide Parteien je 33 Euro. Vergleichen Sie diesen Betrag einmal mit den Gesamtkosten für einen Streit vor Gericht, der vermutlich auch mit einem Vergleich, also mit dem gleichen Ergebnis geendet hätte!

Wo bekomme ich mehr Informationen?
Weitere Informationen zum Thema Schiedsverfahren finden Sie unter:

www.schiedsamt.de (BDS Bund deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen)

www.bds-schleswig-holstein.de (BDS Schleswig-Holstein)


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